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Zukunft und Relaunch des Hochschullehrerberufs
Zukunft und Relaunch des Hochschullehrerberufs

Ein Plädoyer für mehr Leidenschaft in der und für die Hochschullehre im Rahmen einer „studierendenzentrierten Hochschullehre“

Bernd Jörs

ISBN 978-3-95663-145-0 2017 | Broschiert, s/w | 173 S., dt.

Art. Nr.: 164256
24,90 € *

Mehr Verantwortung übernehmen für die zukünftigen Generationen
Die traditionelle Vorstellung vom Hochschullehrerberuf ist tot oder: so kann es nicht weitergehen! Hohe Studienabbrecherquoten in Deutschland (33 %) – wen stört es, zahlen ja die Steuerzahler und meine Mitverantwortung steht nicht im Dienstvertrag. 50 % der Absolventen der Geisteswissenschaften sind in Berufen tätig, die nichts mit ihrem Studium zu tun haben und in denen sie sich beruflich unterfordert fühlen – kümmert das jemanden, fragt jemand nach den Ursachen? Durchfallquoten von 60–80 % in den MINTStudiengängen – ja, die Studierenden werden immer schlechter, ich habe weder Zeit noch Lust, das zu ändern, denn mein Motto ist: Selektion, und zwar frühzeitig. ‚Bestehen durch Verstehen‘ ist nicht mein Lehrziel, würde auch an meiner Reputation kratzen, wäre zu aufwendig und gute Lehre zählt in der Wissenschaft nichts. Ergebnisse der (neurobiologischen) Lehr-Lernforschung interessieren mich deshalb nicht. Für das Begeistern werde ich nicht bezahlt. Ich kenne die Lebenswelt meiner Zuhörerzielgruppe nicht – na und, ich unterrichte Fächer, nicht Menschen. Zunehmende Entfremdung zwischen Hochschule und Studierenden – wen interessiert das? Die Digitalisierung ändert exponentiell die Arbeitswelt und damit die Qualifikationsanforderungen – ich bin nicht für deren beruflichen Zukunftschancen verantwortlich, wir sind doch keine bessere Berufsschule, wir wollen doch lieber ungestört forschen. Da die Qualität der Lehrenden die wichtigste Lernerfolgsgröße gemäß J. Hattie ist, möchte diese Denkschrift an ein anderes Rollenverständnis des Professorenberufs appellieren und Lösungsvorschläge vorlegen.


Über den Autor

Prof. Dr. rer. pol. Bernd Jörs
studierte Betriebswirtschaftslehre und wurde an der Universität Frankfurt / M. 1982 zum Dr. rer. pol. promoviert. Im Anschluss daran war er Betriebswirtschaftlicher Mitarbeiter in der Zentralabteilung Volkswirtschaft / Rohstoffinformation / Vorstandssekretariat der Metall-gesellschaft AG Frankfurt / M. Seit 1987 ist Jörs an verschiedenen (Fach-)Hochschulen tätig und koordinierte u. a. den Aufbau der anwendungsorientierten Forschungsschwerpunktrichtung Informationsökonomie & Online Marketing. Seine Schwerpunkte liegen u. a. in den Bereichen Geschäftsmodelloptimierung & Corporate Finance, Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenmarketing, Webanalytics / Online Marketing-Controlling. Seit 2000 hält Jörs die Professur für Informationsökonomie & Online Marketing Engineering an der Hochschule Darmstadt inne. 2016 wurde Jörs zum „Professor des Jahres“ in der Kategorie „Geistes-, Gesellschafts- und Kulturwissenschaften“, mit Schwerpunkt „Informationsökonomie und Online Marketing Engineering“ gewählt. Seit 2017 leitet Jörs das Steinbeis-Transferzentrum Online Marketing Engineering & Business Analytics im Steinbeis-Verbund. (Stand: 2017)